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Die Vorteile einer kleinen Dorfschule

Geschichtliches

 

Zur Geschichte des Arzheimer Schulwesens

Die Herren von Arzheim haben relativ früh die Bedeutung von Bildung erkannt. Der Anfang der Arzheimer Schule reicht ins späte 15. Und frühe 16. Jahrhundert zurück, denn um die Jahrhundertwende haben sich bereits Studenten aus Arzheim an der Universität Heidelberg eingeschrieben. Auch die Tatsache, dass Schöffen und Dorfmeister als Gerichtsschreiber fungierten, darf als Beweis für gute Schulbildung gelten. Das erste Schulhaus, in dem sich auch die Wohnung des Schulmeisters befand, wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Es befand sich vermutlich gegenüber des heutigen „Gemeindehauses“ am Platz des ehemaligen Hubhofes.

Als ersten namentlich erwähnten Schulmeister finden wir 1670 Georg Klein, Als er 1709 starb, folgte ihm sein Sohn Johann Baptist nach. 1713 – 1716 lehrte der Augustiner-Pater Prosper Ebot die Schulkinder sogar Latein. 1718 klagt der Schulmeister allerdings, dass ihm die Kirche seit vier Jahren Lohn schulde. Nach mehreren Generationen Klein hieß der Schulmeister ab 1733 Jakob Höffner, der 35 Jahre lang Schulmeister war und das Amt an seinen Sohn weitergab.

Dieser Peter Höffner hatte kein leichtes Amt, denn er musste sich – in seinem Fall wohl eher ungern – den veränderten Verhältnissen nach der französischen Revolution anpassen. Zu dieser Zeit gab es 80 Schüler in Arzheim. 1794 wurde das Schulhaus versteigert, da die Gemeindehäuser dem Munizipalrat zu teuer wurden. Als es verkauft war, wurde im alten Rathaus eine Lehrerwohnung und ein Schulsaal geschaffen. 1796 wurde die Lehrerwohnung ins Pfarrhaus verlegt, 1801 wieder zurück ins Rathaus.

Als die Zeiten wieder ruhiger wurden, konnte man sich sogar einen Schulneubau erlauben. So entstand 1821 das Schulhaus an der Stelle, an der es noch heute steht.

Foto Schulhaus Arzheim

Aus den nachfolgenden 130 Jahren sind uns augenblicklich keine Informationen verfügbar. Gerne ergänzen wir diese Chronik um Informationen aus der Zeit der ersten Demokratiebewegung, der Kaiserzeit, des ersten Weltkrieges, der Nazizeit und des Zweiten Weltkrieges. (Informationen bitte an den Webmaster).

Nach dem zweiten Weltkrieg erlebten die Arzheimer Kinder ihre acht Schuljahre über zwei Jahrzehnte hinweg in vier Klassenräumen. Damals herrschenden Erziehungsvorstellungen entsprechend waren zwar die erste und zweite Klasse sowie die dritte und vierte Klasse gemeinsam in einem Klassenraum. Bei den Klassen vier bis acht wurden jedoch Mädchen und Jungen getrennt und man nahm lieber vier Klassenstufen in einem Schulsaal in Kauf, als Mädchen und Jungs zusammen zu unterrichten.